Fatoni + Edgar Wasser - Arena Open Air Sommer - 12.08.2021 - Arena Vorplatz - Trier

Artikelnummer 3766

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- feste Sitzplätze

- Es gelten die am Veranstaltungstag behördlichen Vorgaben zur Pandemie, auf dem Gelände besteht Maskenpflicht

- Rollstuhlfahrer*innen und Menschen mit Behinderung, die auf eine Begleitperson angewiesen sind (="B" im Ausweis), wenden sich bitte direkt telefonisch (0651-994 1188) oder per Mail (info[at]kartenvorverkauf-trier) an uns

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Beschreibung

Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr


Fatoni&EdgarWasser-Delirium. Es ist 2021 und alle bleiben drin. Nur zwei lassen raus, was sich angestaut hat: Fatoni &Edgar Wasser haben sich in ein Studio gesperrt, die Egos poliert und sich gegenseitigangestachelt. Mit Wut und Witz rappen sie sich ins ?Delirium?. Am Ende steht ein großerMittelfinger ans Jetzt. Und eine innige Umarmung zweier Freunde. Das Album alsGegenmittel.?Delirium? kommt genau deshalb zum richtigen Zeitpunkt: Weil es eine einzige Punchline ist.Sobald es im Opener ?Ratatatatatatatatat? macht, werden Schel-lélélé-n an Deutschrapverteilt, es wird mit Männern gekuschelt, es wird alle 11 Minuten eine Mutter beglückt. Eswerden Taxis bestellt, weiße Privilegien demonstriert und demontiert und AfD-Spinner zurSeite geschoben. Man will genau das gerade hören, in diesen gottverdammten Tagen, weilman selbst so vieles davon fühlt. ?Delirium? ist schon damit ein Selbstläufer. Aber dann hörtman die zwölf Tracks lange Punchline zweimal, dreimal, viermal, und plötzlich ist da nocheine ganz andere Story, zwischen den Zeilen. Eine Geschichte, die viel zeitloser ist und dieso nur von Fatoni & Edgar Wasser erzählt werden kann. Es ist eine Geschichte überFreundschaft ? mit allem, was zu einer ordentlichen Freundschaft gehört.Nüchtern gesehen dürfte dieses Album nicht existieren. Hier kommen zwei kreativeDickschädel zusammen, die sich im Wesen nicht doller unterscheiden könnten. Auf dereinen Seite steht Fatoni, der sich gerne den Kopf darüber zerbricht, was die anderen sagen.Ihm gegenüber: Edgar Wasser, der immer den Weg nimmt, auf dem sonst niemand spaziert.Den einen zog die Musikindustrie in die Hauptstadt, von dem anderen weiß man eigentlichnie, was er gerade tut ? geschweige denn, wo er überhaupt lebt. Aber eine guteFreundschaft braucht nun mal Differenzen. Überhaupt, es ist 2021, wer ist schon nüchtern?Apropos 2021: Man muss an der Uhr drehen, um diese Beziehung zu verstehen. Münchenvor etwas mehr als zehn Jahren. Damals, in der alten Welt, war das mit den gemeinsamenWerten noch einfach: Fatoni genoss ein bisschen lokalen Fame mit seiner Crew CremeFresh. Den Namen Edgar Wasser kannten nur ein paar enge Vertraute. Aber was zählte,waren Talent und gegenseitige Sympathie. Fatoni traf Edgar und war Fan. Er buchte ihn alsShow-Support. Und aus Edgar Wasser wurde ein Phänomen. Jede und jeder wollte mehrhören von diesem viel zu talentierten Antihelden, der uns die Welt in seinen zynischen Lyricsein Stück weit verklärte. Der Hype war real.Fatoni erlebte derweil den Dämpfer, den jede gute Erfolgsgeschichte wohl braucht: SeineCrew löste sich in Luft auf. Einer der talentiertesten Rapper des Landes war im Inbegriff, mitseiner Karriere abzuschließen und sich stattdessen am Theater in Szene setzen zu lassen.Wäre da nicht Edgar Wasser gewesen. Der nutzte die Hysterie um seine Persona undverlieh der Solokarriere von Fatoni einen ordentlichen Push ? mit dem gemeinsamen Album?Nocebo?. Vor acht Jahren sammelten die beiden eine Handvoll Boombap-Beats vonFreunden ein und sezierten darauf ihr Leben als Untergrundhelden. Deutschrap lachte lautauf, und das, obwohl es der Kultur gerade wirklich nicht gut ging. Was nach ?Nocebo?passierte, war unvorhersehbar: Fatoni stand vor einer tatsächlichen Karriere. Zum erstenMal hieß es nicht nur leben für HipHop, sondern auch von HipHop. Mit zwei Klassikeralben(?Yo, Picasso? 2015, ?Andorra? 2019), einem Mixtape und ein paar EPs zementierte er
seinen Ruf als eines der größten Raptalente hierzulande ? direkt nach Edgar Wasser,natürlich. Nur Letzterer wollte von alldem erst mal gar nichts, vor allem keine Karriere.Nun also, nach Jahren des Wartens, in einer ganz neuen Welt, ist da plötzlich ?Delirium?, einzweites Album zu zweit. Riesengroßer Zufall oder von langer Hand geplanter Coup? Sagenwir so: Sie haben es nicht früher geschafft. Zum Glück! Denn ?Delirium? hätte zu keinemZeitpunkt so viel Spaß gemacht wie in diesem Moment. Zuerst das Offensichtliche: Wasbeim letzten Mal noch nach Musik für Crate-Digger und Dogmatiker klang, ist heute auf demZenit des Zeitgeist. Die Basslines drücken, die Drums rattern. Produzent Enaka gibt alsExecutive Producer den Ton an. An der Seite von Freunden und Bekannten wie Torky,Dexter, MRBX, Mine, Nico K.I.Z und den Drunken Masters schafft er das Fundament, aufdem sich die Punchlines von Fatoni und Edgar Wasser zu Catchphrases verselbständigen.Klar, Songs wie ?Alle 11 Minuten?, ?Der Beste? und ?Freierssohn? waren thematisch auch vorJahren denkbar. Nur wären sie niemals diese Hits geworden, die sie nun auf ?Delirium? sind.Dann die Protagonisten: Noch vor einigen Jahren hätte Fatoni nicht so lässig mit seinerStimme gespielt, wie er es nun auf Songs wie ?Homie du weißt?, ?Newcomer des Jahres?oder ?So High? tut: Tief, hoch, schnell, langsam, rappen, und ja, singen, er kann all das,ohne Witz ? und mit. Und Edgar: frei von Deutschrap-Zwängen und verkopften Songthemenlässt er endlich wieder die Geistesströme fließen wie, nun ja, ?H?2?O?.?Das Leben ist dumm? ist vielleicht der Schlüsselsong dieses Szenarios. Nach zehn Songsvoller Ego und Entrüstung löst sich ?Delirium? auf einmal in einem Moment von Pop undProsa auf: Auf einem Gitarrenloop lässt Fatoni seinen inneren Songwriter aufblitzen,während Edgar die Motivationstattoos mit dem lyrischen Laser bestrahlt. Der Stress und dieMühen, mit denen wir unser Leben bestreiten, all das macht doch am Ende eigentlich garkeinen Sinn, stellen die beiden fest. Und doch würden sie keinen Tag ihres Lebens missenwollen. So simpel die Erkenntnis, so ehrlich der Song. Plötzlich versteht man: Weder Fatoninoch Edgar Wasser hätten ?Delirium? schon mal machen können, nicht vor Jahren, und erstrecht nicht alleine.Damit wir uns nichts vormachen: ?Delirium? ist ein Album für die, die drauf gewartet haben.Diese Platte ist für jeden einzelnen Fan, der nach jedem einzelnen Fatoni-Konzert amMerchstand nach dieser Reunion schreit. Aber ?Delirium? ist auch für ganz viele andereMenschen: Menschen, die streiten wollen. Menschen, die andere Menschen lieben.Menschen, die sich positionieren. Menschen, die Freundschaft vor kalkulierte Moves stellen.Und Menschen, die einfach mal für siebenunddreißig Minuten den Verstand verlieren wollen.Ein herzliches Willkommen an all diese Menschen im ?Delirium?.

 

Der Versand der Tickets ist nur bis drei Tage, eine Bezahlung per Überweisung nur bis fünf Tage vor Veranstaltungsbeginn möglich.

Es handelt sich bei allen Plätzen um nummerierte Sitzplätze. Zwischen den Gruppen wird automatisch bei Buchung der behördlich vorgegeben Abstand eingehalten. Die Stuhlreihen werden lt. Vorgaben der Behörden im notwendigen Abstand zueinander gestellt.

VRT Kombiticket inklusive: Berechtigt die Nutzung des VRT für die An- und Abreise am Konzerttag im Geltungsbereich des VRT.


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